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21.01.2021: Ausgeförderte PV-Anlagen müssen nicht zwingend ersetzt werden

ÜZW unterstützt bei Umstellung und Optimierung der Anlagen

Zum 01. Januar 2021 sind nach 20-jähriger Förderung die ersten Anlagen aus der EEG-Förderung gefallen. Kurz vor Weihnachten verabschiedete die Regierung das dringend notwendige Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 (EEG 2021), das unter anderem den Weiterbetrieb dieser ausgeförderten Anlagen regelt. Alleine im Netzgebiet der ÜZW sind 2021 65 PV-Anlagen betroffen, bis 2025 werden es rund 350 sein. Wichtigstes Ergebnis des neuen Gesetzes: alte Anlagen können im Normalfall weiterlaufen. Die ÜZW empfiehlt eine Umstellung auf Eigenverbrauch.

Solar-Pioniere bauten bereits vor 20 Jahren auch in den Gemeinden Essenbach, Ergolding oder Niederaichbach erste PV-Anlagen auf ihre Dächer, um die Energiewende in Deutschland zu starten. Diese Anlagen profitierten bis Ende 2020 von der EEG-Förderung und erhielten als sogenannte Voll-Einspeiser Geld für ihren selbst erzeugten und in das Stromnetz eingespeisten Strom. Seit 01. Januar 2021 entfällt nun bei diesen Anlagen die Förderung.

Mit dem noch vor Jahresende 2020 verabschiedeten Gesetz EEG 2021 ist nun der Weiterbetrieb geregelt. Folgende Möglichkeiten gibt es für Alt-Anlagen-Besitzer:

  • Sie dürfen ihren erzeugten Strom weiterhin voll einspeisen (≤100 kWp; bis 31.12.2027)
  • Sie benötigen keine Direktvermarktung oder vertragliche Zusatzregelung
  • Sie dürfen auch auf Eigenverbrauch umstellen (hier benötigen sie eine technische Anlagen-Prüfung durch ihren örtlichen Elektriker oder durch die ÜZW)

Ü20-Voll-Einspeiser auf Eigenverbrauch umrüsten lohnt sich

„Alte Anlagen müssen nicht zwingend durch eine neue Photovoltaik-Anlage ersetzt werden. Mit einer Umstellung auf Eigenverbrauch spart sich der Anlagenbetreiber nun Strom, den er sonst vom Energielieferanten beziehen müsste. Um die Ü20-Anlagen gewinnbringend zu nutzen, sollte geprüft werden, ob eine Ergänzung mit Strom-Speicher gerade in Kombination mit E-Mobilität und Wärmepumpe sinnvoll ist“, empfiehlt ÜZW Vorstand Michael Forstner. Besitzer dieser Post-EEG-Anlagen erhalten für ihre eingespeiste Energie eine gesetzlich festgelegte Vergütung den sogenannten Jahresmarktwert Solar, abzüglich 0,4 Cent pro kWh Vermarktungskosten. Wichtig ist, dass die Anlage im Markstammdatenregister registriert ist. Hierzu endet die Registrierungsfrist am 31.01.2021.
 

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