Gemäß den gesetzlichen Vorgaben in den §§ 13 und 14 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind sowohl die Übertragungs- als auch die Stromverteilernetzbetreiber verpflichtet, Gefährdungen oder Störungen der Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems in ihrem Verantwortungsbereich zu beseitigen.

Ein sicherer Betrieb des Elektrizitätsversorgungssystems wird unter anderem auch durch die Anwendung von Netz- und marktbezogene Maßnahmen der Netzbetreiber nach § 13 (1) und Anpassungen nach § 13 (2) EnWG erreicht. Wenn jedoch die Maßnahmen eines einzelnen Netzbetreibers nicht ausreichen, um kritische Netzsituationen beseitigen zu können, kann dieser gemäß EnWG weitere Maßnahmen bei nachgelagerten Netzbetreibern im Rahmen der Kaskade Strom anfordern. Ein sicheres und verlässliches Funktionieren dieser Kaskade ist in diesen Fällen grundlegende Voraussetzung für die Aufrechterhaltung eines zuverlässigen Systembetriebes. Weshalb die nachgelagerten Netzbetreiber per Gesetz zum Mitwirken verpflichtet sind.

Nachgelagerte Stromverteilernetzbetreiber müssen dabei die vom Übertragungsnetzbetreiber und den jeweils vorgelagerten Verteilernetzbetreibern ergriffenen Maßnahmen durch eigene Maßnahmen unterstützen.

Die Überlandzentrale Wörth/I.- Altheim Netz AG ist als klassischer Verteilnetzbetreiber, der dem Übertragungsnetzbetreiber bayernwerk AG nachgelagert ist. Da aktuell wieder Überkapazitäten durch die Erzeugung aus Erneuerbare Energien am Markt vorhanden sind bedeutet dies für uns, dass wir im Rahmen der Kaskade Strom aufgefordert werden können, die durch den Übertragungsnetzbetreiber geforderten Maßnahmen umzusetzen. Dies kann etwa durch Einspeisereduzierung oder aber auch Lastabwurf geschehen.