Der Stromspeicher-Markt ist in Bewegung: Die Zahl der Anbieter nimmt zu, neue spannende Vermarktungs- und Nutzungsmodelle entwickeln sich. Zum Beispiel Community-Lösungen oder Strom-Clouds, bei dem der eigene produzierte überschüssige Strom über das Stromnetz in einen sogenannten „virtuellen Speicher“ des Anbieters fließt. Bei Bedarf bezieht man den „gespeicherten“ und darüber hinaus auch zusätzlich notwendigen Strom aus der Cloud.

Hört sich gut an, doch nach Erfahrung der ÜZW Energie AG in Altheim rechnet sich dieses Modell in der Regel nicht. Die ÜZW empfiehlt daher solide Speichersysteme ohne Cloudlösung, da der Kunde sich nicht über viele Jahre binden muss.

Erst kürzlich hat die Branche die Nachricht erhalten, dass das viel beachtete Pullacher Startup Caterva GmbH, das Solarstromspeicher zu virtuellen Großspeichern vernetzt und am Regelenergiemarkt vermarktet, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt hat. „Betroffene Kunden verlieren teilweise sehr viel Geld,“ sagt ÜZW-Vorstand Michael Forstner. Ein Teil des Caterva-Geschäftsmodelles sei es, den Kunden 20 Jahre lang Freistrom zu gewähren. Ob dieser Freistrom noch lange ausbezahlt werde, sei fraglich. „Ähnliches mussten ja schon einige Senec Econamic Grid-Kunden schmerzhaft erfahren, als dieses innovative Geschäftsmodell plötzlich Ende 2016 aufgekündigt wurde,“ ergänzt Forstner.

Die Energieversorgung ist jedoch sichergestellt, diese übernimmt im Notfall jeweils der Grundversorger. Für weitere Fragen steht die ÜZW unter der Telefonnummer 08703 9255-1594 gerne zur Verfügung.