Geschichte

Die Landwirtschaftliche Überlandzentrale (LÜZ) wurde mit Unterzeichnung der Gründungsurkunde am 5. Mai 1910 auf Initiative von Herrn Landesökonomierat Franz Xaver Münsterer, Herrn Ökonomierat Karl Groll, Herrn Ziegeleibesitzer Johann Wiesbeck und 13 Bürgern der Ortschaften Altheim, Essenbach, Wörth, Oberköllnbach und Niederviehbach gegründet, um die Stromversorgung durch den Betrieb eines Elektrizitätswerkes für sich und andere aufzunehmen.

Sie hatten mit Kaufurkunde vom 17. Juni 1910 von einem Ingenieur aus Niederaichbach das heutige E-Werk „im Ganzen wie es geht und steht“ mit allen Anlagen und den bestehenden Freileitungen nach Wörth und Niederviehbach gekauft. Vormals war das Gelände eine Mahlmühle mit landwirtschaftlichem Betrieb mit dem Namen „Neumühle“ (heutiger Straßenname) gewesen, die 1908 durch Brand zerstört worden war.

In der ersten Generalversammlung am 14. Mai 1910 wurde lt. Protokoll beschlossen, einen 100 PS Dieselmotor zum Preis von 30.000,00 RM und weitere Maschinen für den elektrischen Teil zu kaufen sowie Generatoren und Trafos zu bestellen.

Die Elektrizitätsversorgung weitet sich aus

Nach dem Ersten Weltkrieg 1914/18 setzte eine sehr rege Bautätigkeit ein, die Elektrizitätsversorgung weitete sich aus, und die meisten Ortschaften des Gebietes wurden in den Jahren zwischen Kriegsende und Inflation zur Stromversorgung angeschlossen. Diese Entwicklung brachte endlich den Aufschwung der Firma. Obwohl sich die Geschäftszahlen verbessert hatten, standen im Jahre 1921 Verhandlungen mit dem Bayerischen Elektrizitäts-Wirtschaftsverband (Belwiband) an, der die Anlagen der LÜZ kaufen wollte. Dies kam aber nicht zustande.

Folgende Ortschaften bekamen ihren lang ersehnten Stromanschluss:

  • 1919: Unterwattenbach, Mirskofen, Artlkofen, Postau, Unholzing und Veitsbuch
  • 1920: Ginglkofen, Gaunkofen, Bruckbach, Steinmühle, Altheim, Oberwattenbach und Grießenbach
  • 1921: Ergolding, Mettenbach und Wörth – Degernau
  • 1922/23: Holzen, Unsbach, Bayerbach, Eschlbach, Süßbach und Oberviehbach

Die Inflation und Ihre Wirkung

Am 30. Juni 1923 kostete ein Lichtzähler 2.207.400 RM, eine Hausanschluss-Sicherung 900 Mark und eine einfache Lichtsteckdose 285 Mark. Im August 1923 wurden für 1 kWh Leuchtstrom 13 Millionen Mark gefordert! In den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg wurden weitere Ortschaften an das Versorgungsnetz angeschlossen und die elektrischen Anlagen stetig erweitert.

Mit mehreren Höhen und Tiefen gelang es den Verantwortlichen, den Betrieb über Wasser zu halten. Bei den Wirren zu Ende des Krieges wurden durch Feindbeschuss verschiedene Leitungen zerstört, sodass die Stromversorgung für zwei Wochen vollkommen ausfiel. In den 1950er Jahren wurde aufgrund der gestiegenen Aufträge das Gelände im E-Werk Niederaichbach erweitert. Im Jahre 1971 fand die Umwandlung der Firma von einer Genossenschaft in eine Aktiengesellschaft statt.

Stetige Fortentwicklung bis heute

Bis zum heutigen Tag hat sich die Firma stetig weiterentwickelt. Seit Frühjahr 2013 sind die Verwaltung und technische Abteilung der ÜZW mit 40 Mitarbeitern, die bis dahin in Niederaichbach und Altheim ansässig waren, unter einem Dach. Im neuen Gebäude in Altheim direkt an der B15 befindet sich auch das barrierefreie Kundencenter für Fragen rund um die Stromversorgung.

Mehr als 15.000 Kunden in den Marktgemeinden Ergolding und Essenbach, in den Gemeinden Niederaichbach, Niederviehbach, Postau, Wörth/I. und Teile von Ergoldsbach, Bayerbach, Weng und Hohenthann werden zuverlässig mit elektrischem Strom versorgt.

News

ÜZW – ENERGIESTARK

Sie wollen mehr über die ÜZW Energie AG erfahren? Hier können Sie unsere neue Imagebroschüre 2017 downloaden.

ÜZW-Kundencenter neu gestaltet

Helle Farben, Umbauten und viel Licht: Die ÜZW Energie AG hat ihr Kundencenter einer Frischekur unterzogen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!